GSWT®-Basisbauteil

Basis der umfangreichen GSWT®-Technologie ist der Gegenstrom-Schicht-Wärmeaustauscher (GSWT®). Der Name leitet sich aus der Bauart des Wärmeaustauschers ab. Charakteristisch ist der Aufbau aus einzelnen autarken Modulen, welche aufeinander geschichtet werden. Durch die besondere Konstruktion der glatten Lamellen ergeben sich Mikrokanäle, die einen hohen Selbstreinigungseffekt erzeugen  und so einen langfristig hohen Austauschgrad garantieren.

Die Wärmeaustauscher-Module sind in Länge, Breite und Höhe variabel herstellbar. Dabei wird mit der Länge in Luftrichtung maßgeblich der Austauschgrad bestimmt. Über Breite, Höhe und Anzahl der Module wird der GSWT® an die Randbedingungen wie Luftmenge, Abmessungen oder luftseitige Druckverluste angepasst. Somit lassen sich für alle Luftmengen die gewünschten Austauschgrade und Effizienzen einstellen. Bei weiteren Randbedingungen wie Energie- und Leistungspreise erfolgt eine Optimierung: Die SEW®-sweetpoint®-Optimierung.

Der GSWT® gehört zu den Lamellenrohr-Wärmeaustauschern mit einer Vielzahl hintereinander angeordneten querangeströmten Rohren. Durch die jeweilige Verschaltung entgegen der Luftströmung werden Gegenstromanteile von über 99 % erzielt. Dies ermöglicht die hohen Austauschgrade von bis zu 90 % für beide Medien gleichzeitig.

Gemäß untenstehendem Aufbau wird der Austauschgrad dargestellt. In diesem Fall tritt Wasser mit einer Temperatur von 30 °C und die Luft tritt mit 10 °C ein. Durch das Einstellen des Wärmetauschvorgangs nach dem sogenannten Wasser-Wert-Verhältnis (WWV) wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die Dichte und die spezifische Wärmekapazität von Wasser und Luft sehr unterschiedlich sind. Beide Medien tauschen die Wärme und auch das Temperaturpotenzial aus, das heißt, die Luft hat nahezu die Temperatur des Wassers angenommen und das Wasser hat die Temperatur der Luft angenommen.

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Im vorliegenden Fall beträgt die Temperaturdifferenz lediglich 2 K beidseitig, auch die Temperaturänderung der Medien ist gleich und liegt bei 18 K. In einem idealen Wärmeaustauscher wäre die Differenz von 20 K möglich, es werden hier 18 K erreicht, also 18 von 20 = 90 %. Diese Werte sind für den GSWT® absolut reell und üblich und lassen sich auch mit unterschiedlichen Luftmengen und Abmessungen erzielen. Die Austauschgrade sind aufgrund des hohen Gegenstrom-Anteils nicht von der Gesamttemperaturdifferenz der eintretenden Medien abhängig.

Konstruktion Konstrutkion
 

Die Rohre sind aus Kupfer, als Lamellenmaterial kann Aluminium oder Kupfer gewählt werden. Für die Aluminium-Lamellen gibt es zusätzlich eine Epoxidharzbeschichtung und eine Tauch- bzw. Pulverlackierung mit anschließender Einbrennlackierung. Die Pulverbeschichtung wird bei aggressiver Abluft sowie beim sogenannten Filtervorerwärmer (FVE) bzw. beim Filtervereisungsschutz (FVS) eingesetzt.

Aufstellung

 

Die GSWT®-Wärmeaustauscher können an alle gewünschten Querschnittsabmessungen des Lüftungsgerätes angepasst  werden, Austauschgrade und Effizienzwerte werden dabei eingehalten. Zur freien Aufstellung von Wärmeaustauschern, z.B. in Betonkanälen, werden die GSWT®-Module in einem vorgefertigten Rohrrahmengestell (RRG) eingebaut. Die stabile Ausführung erlaubt eine einfache Verbringung im Gebäude.

Transport Transport
 

Die GSWT®-Technologie erlaubt auch eine einfache Vorortmontage, sogar in den schwierigsten Zentralen und bei kleinen Einbringöffnungen ( z.B. 1 x 1 m) ist eine Montage möglich. Dies prädestiniert den GSWT®-Wärmeaustauscher für Sanierungsmaßnahmen.

 
Luftkanäle
 

Der GSWT®-Wärmeaustauscher zeichnet sich durch eine äußerst geringe Verschmutzungsneigung aus. Diese wird durch die glatten und durchgehenden Lamellen in Kombination mit den Trennschichten erzielt. Mit diesen sich ausbildenden Mikrokanälen ist der Selbstreinigungseffekt der GSWT®-Wärmeaustauscher gegeben.

 
Reinigung Reinigung Reinigung
 
Reinigung Reinigung Reinigung
 

Bei der Beschickung des GSWT®-Wärmeaustauschers mit Prüfrauch (geringer Druck) zeigt sich, dass der Rauch bzw. die Luft exakt in einem Mikrokanal bleibt. Diese Luftzwangsführung begründet auch den Selbstreinigungseffekt. Dadurch kann der GSWT®-Wärmeaustauscher auch mit Wasser  oder Desinfektionsmitteln geflutet werden -  eine einfache und effektive Reinigung wie auch eine Desinfektion oder Dekontaminierung ist damit gegeben.

 

Schicht als separate Funktionseinheit Die Redundanz und Betriebssicherheit der GSWT®-Technologie basiert darauf, dass die Module einzeln absperr-, entlüft- und entleerbar sind und auch einzeln abgeschottet werden können. Mit dem Strömungsdifferenzdruckeffekt werden die Module auch im laufenden Betrieb entlüftet. Die Redundanz und Betriebssicherheit sind die Grundvoraussetzung für eine multifunktionale Nutzung.