GSWT®-Technologie

Die Entwicklung der Wärmerückgewinnung im Überblick

Nach der ersten Ölkrise 1973 wurden Möglichkeiten der Wärmeeinsparung in Lüftungsanlagen gesucht. Es entwickelten sich vier Hauptgruppen mit Plattenwärmeaustauschern, Wärmerohren, Rotationswärmeaustauschern und Kreislaufverbundsystemen. Alle Systeme haben ihre Daseinsberechtigung, wobei der Einsatzbereich auf Eignung zu prüfen ist.

 
PWT
Eigenschaften
 
  • Direkter Wärmeaustausch
  • Alle Luftströme müssen an einem Punkt im Gebäude zusammengeführt werden
  • nur geringe latente Wärmenutzung, Vereisungsgefahr
  • Keine multifunktionale Nutzung möglich
 
 
Eigenschaften
  • Indirekter Wärmeaustausch
  • Wärmeträger FCKW
  • Alle Luftströme müssen an einem Punkt im Gebäude zusammengeführt werden
  • Keine multifunktionale Nutzung möglich
  • Hohe Verschmutzungsneigung
Wärmerohre
 
 
Rotationswärmeaustauscher
Eigenschaften
 
  • Indirekter Wärmeaustausch
  • Rotor als Wärmespeicher, Feuchteübertrag möglich
  • Alle Luftströme müssen an einem Punkt im Gebäude zusammengeführt werden
  • Leck - und Mitrotationsrate vorhanden
  • Keine multifunktionale Nutzung möglich
  • Keine Stofftrennung
 
 
Eigenschaften
  • Indirekter Wärmeaustausch
  • Wasser-Glykol-System erforderlich
  • Keine Luftzusammenführung erforderlich
  • Keim- und schadstofffreie Wärmeübertragung
  • Volle latente Wärmenutzung
  • Multifunktional einsetzbar
KVS
 
 

Um die Eignung von WRG-Systemen beurteilen zu können, wurde 1997 für Wärmerückgewinnungssysteme die VDI Richtlinie 2071 erarbeitet. Diese gab Auskunft über die möglichen Einsatzbereiche. Für die zu diesem Zeitpunkt revolutionäre GSWT®-Technologie wurde eine eigene Kategorie geschaffen, da durch die hohen Rückwärmzahlen und mit der Redundanz auch eine multifunktionale Nutzung erstmals möglich war.

 

Kreislaufverbundsysteme in der 1. / 2. Generation - in der weiteren Entwicklung -Bewertung des Übertragungsverhaltens in Bezug auf Schadstoffe und Gerüche.

Die GSWT®-Kreislaufverbundsysteme sind damit universell einsetzbar, auch bei kleineren Luftleistungen kann diese Technik unter bestimmten Rahmenbedingungen die entscheidenden Vorteile bringen. Insbesondere die absolut keim- und schadstoffübertragungsfreie Wärmeübertragung und durch die multifunktionale Nutzung erzielte Steigerung der Gesamteffizienz sorgen für einen dauerhaft rentablen Betrieb.

Renaissance der Kreislaufverbundsysteme nach 1983 durch die GSWT®-Technologie

Für Kreislaufverbundsysteme der 1. Generation wurden die damals größten Wärmeaustauscher eingesetzt, welche von der Industrie angeboten wurden. Die Austauschgrade lagen zwischen 25 und 45%, je nach Abluftfeuchte. Oftmals standen der Stromverbrauch für Ventilator und Pumpe im ungünstigem Verhältnis zur Wärmeeinsparung.
In der 2. Generation wurden mehrere Blöcke hintereinandergeschaltet oder es wurden mehrere Module hintereinander geflanscht. Dies erfordert längere Lüftungsgeräte und erfordert mehr Technikflächen bzw. nicht durchgehende Lamellen haben nachteilige Auswirkungen auf Reinigung und Hygiene.
Aufgrund fehlender Redundanz mussten auch bei multifunktionaler Nutzung dezentrale Nacherwärmer und Nachkühler vorgehalten werden.
 

 

Murnau Seite6 KVS1 2 02122013

 
 

Allerdings mussten diese Konstruktionen wieder aufgegeben werden, da die innenliegenden Lamellenstöße zu erheblichen Verschmutzungen führten und auch die Herstellung diverse Probleme aufwarf.

aAuch SEW® hat seine Erfahrungen mit hintereinander geflanschten Modulen gemacht. Die erste im Hallenbad in Kempen installierte WRG wurde aus 4 Modulen aufgebaut und erzielte 1983 bereits 77% Rückwärmzahl, TÜV-gemessen!
 

Dies führte zur Entwicklung des Gegenstrom-Schicht-Wärmeaustauschers (GSWT®) mit einem Gegenstromanteil von über 99%, Austauschgraden von 90% für beide Medien gleichzeitig. Bei höchster Redundanz, Betriebssicherheit und Effizienz, sind diese einsetzbar für Luftleistungen bis über 1.000.000 m³/h.

Kreislaufverbundsysteme der 3. Generation

GSWTMit dem GSWT®-Wärmeaustauscher und seinen besonderen Konstruktionsmerkmalen können neue und moderne Wärme- und Kälterückgewinnungssysteme erstellt werden, die 3. Generation. Das Bild zeigt eine Außenlufteinheit mit Wärmeaustauschern und integrierter Entfeuchtung sowie separater Entfeuchtungskälterückgewinnung. Die Zwischenverteiler gewährleisten dabei das Entfeuchten mit Kaltwassertemperatur von 10/16 °C und minimaler Beeinträchtigung der Kälterückgewinnungsleistung.